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Als im 5. Jhd. n. Chr. das Weströmische Reich zusammenbrach, endete eine für unser
Land lange und teilweise blühende Periode.
Nach 568 n. Chr. ließen sich die mit den Awaren aus dem Osten gekommenen Slawen ein und
ließen sich im gesamten Ostalpenbereich nieder. Zahlreiche Namen im Weizer Bergland und im
Raabtal sind Zeugen der Besiedlung durch die Slawen (6. bis 8./9. Jh.), z.B. Rabnitz, Tulwitz,
Weiz, Ponigl, Fladnitz, Pöllau und Passail.
Im 8. Jh. wurden die Awaren, die die Slawen im Ostalpenbereich bedrohten, von den Bayrischen
Herzögen und später von Karl dem Großen vertrieben.
Damit waren die Voraussetzungen für die bayrische Besiedlung und zugleich der Christianisierung unserer
Heimat geschaffen.
St. Ruprecht an der Raab gehört zu den am frühesten nachweisbaren Steirischen Orten, doch hat sich der
heutige Orts- und Pfarrnamen erst im Laufe des Hochmittelalters durchgesetzt. Bei der erstmaligen
Erwähnung im Jahre 860 n. Chr., als hier noch kein Dorf, sondern ein großer Gutshof bestand,
wurde dieser einfach nach seiner Lage am Raabfluss benannt: "ad Rapam".
Die weitere Geschichte St. Ruprecht's ist eng mit der kirchlichen Entwicklung verbunden.
Im Laufe des 12. und 13. Jhd. war St. Ruprecht zum Dorf geworden, nachdem der alte karolingische Gutshof
aufgegeben und der Besitz auf minderfreie, untertänige Leute aufgeteilt worden ist. Der Grundherr von
St. Ruprecht war seit 1218 der Seckauer Bischof. Auf Bitte des Bischofs erhob Kaiser Friedrich III am 1. September
1462 das Dorf St. Ruprecht zum Markt.
Die Bürger erhielten mit diesem kaiserlichen Privileg das Recht Handel zu treiben, dem Handwerk nachzugehen
und alle Bürgerrechte zu genießen, was für die bäuerlichen Dorfbewohner eine persönliche sozialrechtliche
Besserstellung verbunden war.
Die bisher bäuerlichen Herrschaftsuntertanen waren somit seit Erteilung des Marktrechtes Bürger und waren
als solche persönlich freie Bewohner des Marktes. Ab dem Jahre 1590 sind die Marktgerichtsprotokolle erhalten, sie
ermöglichen so einen umfassenden Einblick in das rechtliche und soziale Gefüge des Marktlebens.
Der Verlauf der Geschichte St. Ruprecht's war geprägt durch ständige Übergriffe der Magyaren,
Einfälle der Türken und später der Franzosen.
Nach dem 2. Weltkrieg war St. Ruprecht kurz von den Russen besetzt.
Quelle:Gemeindechronik St. Ruprecht/Raab

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